Berufsausbildung Revierjäger/in

Foto: Stefan Ott, piclease
Berufliche Tätigkeit
Hauptaufgabe ist die Erhaltung eines den landschaftlichen, landeskulturellen und waldbaulichen Verhältnissen angepassten, artenreichen und gesunden Wildbestandes. Hierzu dient die Bejagung des Wildes, die durch Maßnahmen zur Pflege und Sicherung der Lebensgrundlagen des Wildes ergänzt wird. Daneben sind Jagdgäste zu führen und organisatorische Aufgaben des Jagdmanagements zu übernehmen.
Ausbildungsdauer
Grundsätzlich dauert die Ausbildung drei Jahre. Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Ausbildungszeit auf zwei Jahre verkürzt werden.
Ausbildungsstätten
Nur anerkannte Ausbildungsbetriebe dürfen Revierjäger/innen ausbilden. Bei der Ausbildung wirken Ausbildungsbetrieb, Ausbildungsberater, zuständige Stelle und Berufsschule zusammen.
Ausbildungsinhalte
Jagd- und Reviermanagement, betriebliche Abläufe und Organisation
Wildbewirtschaftung, Wildverwertung
Tier- und Artenschutz, Hege
Jagdreviergestaltung
Naturschutz, ökologische Zusammenhänge und Nachhaltigkeit, Monitoring
Waffenkunde, Jagdwaffen und -geräte
Halten und Führen von Jagdhilfstieren
Rechtsgrundlagen des Jagdwesens, Wild- und Jagdschutz
Öffentlichkeitsarbeit, Wild- und Naturpädagogik
Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht
Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes
Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit
Umweltschutz
Boden-, Wetter- und Klimakunde
Prüfungen
Zur Ermittlung des Ausbildungsstandes findet während der Ausbildungszeit eine Zwischenprüfung statt. Die Berufsausbildung endet mit der Abschlussprüfung zum Revierjäger/zur Revierjägerin. In der Abschlussprüfung werden die erworbenen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten geprüft.
Einsatzmöglichkeiten
Revierjäger/innen sind sowohl im Flachland als auch im Hochgebirge tätig. Neben der Wildbestandsermittlung und Regulierung des Wildbestandes aufgrund eines zu erstellenden Abschussplans obliegt dem Berufsjäger zum Beispiel die Führung von Jagdgästen sowie das Jagdmanagement (Vorbereitung von Gemeinschaftsjagden). Daneben sind Aufgaben im Naturschutzbereich zu erfüllen, wie zum Beispiel Naturschutzwachttätigkeiten. Der/die Berufsjäger/in ist bei strafrechtlichen Tatbeständen im Zusammenhang mit der Jagd Hilfsbeamter/in der Staatsanwaltschaft. Zudem sind Jagdeinrichtungen, Fütterungsanlagen und Wildgatter zu errichten und zu unterhalten.
Fortbildungsmöglichkeiten
Revierjagdmeister/in
Berufsaussichten
Die Berufsaussichten sind aufgrund des geringen Bedarfs sehr begrenzt.
Informationen
Weitergehende Informationen finden Sie auf der Seite der Landwirtschaftskammer Niedersachsen unter "Berufsausbildung Revierjäger/in“.