Die ersten rheinischen Frühkartoffeln sind da

Kartoffeln im Boden

Die ersten Frühkartoffeln in NRW sind geerntet, meldet die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Etwa 10 bis 14 Tage früher als im Durchschnitt der Jahre haben die Kartoffelanbauer erste Mengen für ihre Bauernhofläden geerntet. Gepflanzt wurden die vorgekeimten Kartoffeln am Aschermittwoch und sind nun nach drei Monaten Wachstum langsam reif. Während zu Muttertag und Christi Himmelfahrt schon vereinzelt heimische Kartoffeln zu haben waren, können die Verbraucher zu Pfingsten zum Spargel größere Mengen Frühkartoffeln genießen. Dies gilt besonders für die rheinischen Kartoffelhochburgen am Niederrhein sowie die Regionen rund um Bedburg und Jülich.

In Nordrhein-Westfalen werden – überwiegend im Rheinland – auf etwa 3 700 Hektar Frühkartoffeln für Speise- und Verarbeitungszwecke produziert. Damit steht das Rheinland zusammen mit der Pfalz an der Spitze der Frühkartoffelerzeugung. NRW-weit werden in diesem Jahr insgesamt etwa 30 000 Hektar Kartoffeln angebaut.

Bei den Frühkartoffeln handelt es sich um sehr frühe Sorten, wie Berber, Christa, Gloria, Lady Christl oder Anais, die bereits im Januar oder Februar vorgekeimt wurden, damit sie im Mai/Juni geerntet werden können. Sie werden speziell zum Frischverzehr angebaut, weil man sie nicht lagern kann. Deshalb werden sie auch zumeist direkt ab Hof verkauft. Die Frühkartoffel-Saison endet Mitte August. Die Haupternte der Kartoffeln beginnt im September und dauert bis Mitte Oktober. Dann können die Verbraucher festschalige Kartoffelsorten kaufen, die sich einlagern lassen.

Pressemeldung der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen vom 23.05.2007