Jetzt ist Kürbiszeit

Kürbisse
Foto: Micha Berger, Pixelio

Kürbisse werden immer beliebter, sowohl bei Verbrauchern als auch bei Landwirten. Wie die Landwirtschaftkammer Nordrhein-Westfalen mitteilt, pflanzen immer mehr Bauern das Gemüse auf ihren Äckern an. In Deutschland wachsen auf 10 000 Hektar Zier- und Speisekürbis vor allem in Bayern, Baden-Württemberg, Niedersachsen. 500 Hektar Kürbisse stehen auf Äckern in Nordrhein-Westfalen.

Jetzt ernten die Landwirte die Winterkürbisse mit einer Artenvielfalt von mehr als 700 Sorten. Ebenfalls zugenommen hat der Absatz von Zierkürbissen für dekorative Zwecke oder für den aus Amerika stammenden Halloween-Brauch. Der bei uns am meisten bekannte Kürbis ist der Hokkaido. Er ist von Japanern auf einen hohen Carotingehalt gezüchtet worden. Bei ihm zerfällt beim Kochen die Schale und kann mitverzehrt werden. Er ist unkompliziert zu verarbeiten und gesund, denn unter der Schale sitzen die meisten Nährstoffe.

Beim Einkauf sollte der Kunde kleinere Kürbis-Exemplare vorziehen, empfiehlt die Landwirtschaftskammer, denn die sind geschmacksintensiver, nicht so faserig und haben ein festes Fruchtfleisch. Gut haltbar sind die Früchte aber nur, wenn sie unverletzt und ausgereift sind. Der Stiel des Kürbisses muss nach der Ernte an der Frucht verbleiben sowie heil und verkorkt sein. Geerntete Kürbisse sollten in kühlen, trockenen Räumen in einem Netz aufgehängt werden, keinesfalls am Stiel.

Wenig bekannt ist, wie wertvoll der Kürbis für die Gesundheit ist. Mit seinen 25 Kalorien pro 100 Gramm ist er ausgesprochen kalorienarm und bekömmlich. Durch einen hohen Kalium- und gleichzeitig niedrigen Natriumgehalt wirkt er entwässernd sowie harntreibend und eignet sich somit gut für Patienten mit Bluthochdruck oder Nierenleiden. Zudem enthalten Kürbisse reichlich Vitamine, vor allem Vitamin C und Folsäure, sowie zellschützendes Beta-Carotin.

Adressen von Direktvermarktern in Nordrhein-Westfalen, die Speise- und Zierkürbisse anbieten, stehen unter www.landservice.de. Wer sich für Rezepte oder den Anbau interessiert, schickt einen adressierten und mit 1,45 Euro frankierten Rückumschlag an die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Pressestelle, Siebengebirgsstraße 200 in 53229 Bonn. Kostenlos können die Broschüren hier herunter geladen werden.

Pressemeldung der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen vom 12.09.2007